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Auswirkungen des Resilienzbonus auf Solaranlagen-Interessenten und die Industrie

Der sogenannte Resilienzbonus soll die Nutzung von Photovoltaik-Komponenten aus europäischer Produktion fördern. Die Maßnahme, ein zentraler und viel geforderter Punkt im Solarpaket 1, soll dazu beitragen, die Abhängigkeit von nicht-europäischen Importen zu verringern und die angeschlagenen heimischen Modulfertiger der Solarindustrie zu stärken. Doch während diese Intention inhärent gut klingt, stößt der Mechanimus des Bonus auf Kritik aus der Branche. Ein kurzer Blick darauf, was da gefordert wird, wie so ein Bonus in der Praxis aussehen würde, wieso er alte Technologien unterstützen würde und welche günstigeren Alternativen es bereits jetzt gibt, ganz ohne Sonder-Subventionen.
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4 min

Update vom 26.03.2024: Umstrittener Resilienzbonus kommt wohl nicht

Die Diskussion um die Einführung eines Resilienzbonus mit dem Solarpaket 1 wurde laut Informationen von ARD und MDR beendet. Auch Finanzminister Christian Lindner erteilte dem Bonus in der ARD Sendung “Bericht aus Berlin” eine klare Absage und unterstützt die Argumentation, dass mit dem Fördervorhaben eben keine Hightech gefördert worden wäre, sondern die Interessen einzelner Firmen. 

Dem Solarpaket 1, das aufgrund der Resilienzdebatte um Monate aufgeschoben wurde, steht damit nichts mehr im Weg und es könnte bereits in der Sitzungswoche vom 8.4.2024 im Bundestag debattiert werden und bei einem positiven Ergebnis vielleicht schon zur nächsten Sitzung am 26. April im Bundesrat abgestimmt werden.

Die Funktionsweise des Resilienzbonus

Der Resilienzbonus soll Endkunden angeboten werden, die sich für Photovoltaik-Komponenten aus Europa entscheiden. In der Praxis könnte dies bedeuten, dass Käufer von europäischen Solarmodulen oder Wechselrichtern höhere Einspeisevergütungen oder direkte finanzielle Zuschüsse erhalten. Eine solche Förderung soll einen Anreiz schaffen, Produkte aus der EU gegenüber Importen zu bevorzugen, mit dem Ziel, die europäische Solarindustrie zu stärken und unabhängiger von globalen Lieferketten zu werden.

Nach den Vorschlägen des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) würde das etwa bedeuten, dass Betreiber einer PV-Anlage aus europäischen Komponenten zusätzlich und anknüpfend zur EEG-Vergütung einen Bonus erhalten sollen. Je nach Anteil an europäischen Komponenten an der jeweiligen Gesamtanlage, könnte dieser laut BSW in einer Spanne von 1 bis 3,5 Euro-Cent pro Kilowattstunde liegen.

Problematische Aspekte des Resilienzbonus

Ein langfristiger Wiederaufbau lokaler Kapazitäten ist wichtig und es besteht Einigkeit über die Frage, ob eine gestärkte deutsche Solarindustrie erstrebenswert ist. In der Praxis kann der aktuelle Vorschlag des Reslienzbonus jedoch zu erheblichen Schwierigkeiten führen. Kritiker, darunter führende Solarunternehmen wie 1KOMMA5°, befürchten, dass der Resilienzbonus mittelfristig mehr Schaden als Nutzen bringen könnte. 

Ein Hauptkritikpunkt ist, dass eine solche pauschale Subvention das Risiko von Marktverzerrungen birgt. Diese könnten zu einer künstlichen Inflation der Preise für europäische PV-Komponenten führen, was letztendlich die gesamte Wettbewerbsfähigkeit der Branche untergraben würde. 

Zudem besteht die Sorge, dass der Bonus zu einer Überlastung der hiesigen Produktionskapazitäten führt, was Lieferengpässe und eine Verzögerung bei der Umsetzung von Solarprojekten nach sich ziehen könnte. 

Die verheerende Auswirkung solcher zu kurz gedachter Förderansätze konnte in der Vergangenheit bereits ähnlich beobachtet werden, etwa im Falle der KfW Förderung 442. Kundinnen und Kunden, die hier keine Chance hatten, an der Förderung zu partizipieren, halten ihre eigentlich angestrebte Investition in solchen Situationen zurück und warten auf neue Förderung. Wenn nun das äußerst limitierte Angebot an heimischen Photovoltaikmodulen in kurzer Zeit auf eine Nachfrage trifft, die nicht bedienbar ist, entsteht eine Verbraucherfrustration. Man kennt das aus der Vergangenheit und so droht eine hausgemachte Verlangsamung der gesamten Energiewende, der gegenüber die Partikularinteressen einiger weniger Firmen in keinem Verhältnis stehen.  

Daneben treffen die geplanten Förderungen auch Anbieter aus Amerika oder Israel wie SolarEdge oder Enphase, bei denen sich Kundinnen und Kunden zurecht fragen werden, warum ihnen durch diese etablierten Qualitätsprodukte nun ein Nachteil entstehen soll. Ebenfalls betroffen wäre beim aktuellen Mechanismus des Bonusvorschlags unser hauseigenes Modul, bei dem wir - etwa mit dem Rückgriff auf deutsches Polysilizium - eigentlich voran gingen und Standards schufen.

Mehr Wirtschaftlichkeit mit einem modernen System statt Resilienz-Bonus Technologie

Der geforderte Resilienzbonus würde daher für vergleichsweise veraltete Technologie gelten. Denn Fakt ist, wie u.a. der SPIEGEL berichtete, sind die in Deutschland produzierten Module nicht die Technologie der Stunde und bieten keinen erkennbaren technologischen Vorteil. Der Grund ist hier der aktuelle Technologiesprung, denn Heterojunction-Module (die aktuell noch in Deutschland produziert werden) haben eine geringere Leistung als moderne TopCon Module (bspw. 420 Watt mit 1KOMMA5° Full Black Modul mit deutschem Polysilizium). Solche Leistungsunterschiede können über 20, 30 oder mehr Jahre einen großen Unterschied machen – bei der produzierten Energie und somit auch bei den potentiellen Einsparungen. 

Was zudem überrascht: Obwohl in der aktuellen Resilienz-Bonus Diskussion meist von der “Rettung der Modul-Produktion” gesprochen wird, soll ein großer Teil des möglichen Resilienzbonus auch auf Wechselrichter entfallen. Hier herrschen ebenfalls große Effizienz-Unterschiede. Förderfähig wären laut aktuellem Entwurf nur europäische “String-Wechselrichter”, die alle Module einer Anlage in einem Kanal bündeln. Wir setzen hingegen bewusst auf Mikrowechselrichter aus Kalifornien oder Optimizer aus Israel, weil diese um fast 10 Prozent effizienter sind – kein europäischer Hersteller kann dies aktuell auf diesem technischen Niveau anbieten. Aufgrund der höheren Effizienz entstehen über Jahrzehnte signifikante wirtschaftliche Vorteile. Nach 20 Jahren (die aktuell geplante Laufzeit des Resilienzbonus-Vorschlags) liegt die “Preisvorteil” der 1KOMMA5° Anlage nur aufgrund der modernen Wechselrichter bei rund 3.300 Euro.

Die Kostenersparnis mit einem 1KOMMA5° System wird zudem durch die intelligente Steuerung noch größer. Die hierfür benötigte Hardware (Energiemanager und ein Smart-Meter) im Wert von rund 2.000 Euro gibt es bei uns aktuell gratis dazu. Nur mit diesen Komponenten ist eine Solaranlage fit für die Zukunft und maximal wirtschaftlich – denn ohne diese Komponenten könnt ihr nicht von günstigem, oft kostenlosen Strom profitieren. Über 20 Jahre können Kunden mit einem 1KOMMA5° System dank intelligenter Optimierung und Vernetzung zusätzlich mehr als 5.000 Euro sparen. Entscheidend für dieses weitere Einsparpotenzial ist, wie intelligent die Komponenten eines Energiesystems miteinander verknüpft sind und idealerweise, wie gut die Integration des Energiesystems in das Stromnetz ausgestaltet ist. 

Echte Innovation und weniger Bürokratie

1KOMMA5° gibt intelligente Steuerungskomponenten zur Anschaffung kostenlos mit dazu und dank Effizienz und Vernetzung ist ein Preisvorteil von über 10.000 Euro über die Laufzeit realistisch. Im größeren Kontext können Eigenheimbesitzer zudem durch die Anbindung an den Energiemarkt einen Beitrag zur Integration der Erneuerbaren ins Stromnetz leisten. Alternativ können sich Kundinnen und Kunden – sofern der Resilienzbonus wie aktuell gefordert kommt – für ein unwirtschaftliches Modell mit viel Bürokratie entscheiden, bei dem ein Bonus über 20 Jahre in insgesamt 240 Raten ausgezahlt wird.

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