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1KOMMA5° verlässt Bundesverband Solarwirtschaft und stellt neue Modulfabrik in Frage

Aktualisiert am
Lesezeit
3 min
  • 1KOMMA5° distanziert sich von Forderungen nach neuen, aggressiven Subventionen für ausgewählte Hersteller.

  • BSW-Forderung nach „Produktionsbonus” würde zusätzliche Kosten für Steuerzahler von geschätzt 700 Millionen Euro je Gigawatt Leistung (rund 10.000 Kunden) bedeuten.

  • Auf EU-Ebene gibt es bereits eine Absage an diese Art von Förderung und es droht so ein Flickenteppich mit einem ersten deutschen Alleingang.

  • Zahlreiche Solarunternehmen kritisieren ebenfalls die BSW-Pläne mit Blick auf mögliche Monopole und Marktverzerrungen.

HAMBURG, Deutschland, 9. Februar 2024 Das europäische Cleantech Start-up 1KOMMA5° gibt den Austritt aus dem BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e. V. bekannt. Das Unternehmen distanziert sich dadurch von der Linie des BSW mit Blick auf die Forderungen nach neuen, aggressiven Subventionen – insbesondere die Forderung nach einem sogenannten „Produktionsbonus“ für ausgewählte Hersteller im Privatkundensegment. 1KOMMA5° ist selbst Hersteller von Photovoltaik-Modulen und stellte einen Vorstand im BSW.

„Subventionen in dieser Form würden nur einzelnen Firmen kurzfristig helfen, während der nachhaltige Aufbau einer Solarmodul-Industrie in Deutschland sogar eingebremst werden würde. Der Bonus würde quasi zu einem Monopol einzelner Hersteller führen und gleichzeitig den Markt verzerren. Zudem würde der ‘Produktionsbonus’ zusätzliche Kosten für Steuerzahler von geschätzt 700 Millionen Euro je Gigawatt Leistung bedeuten, während diese Leistung nur rund 10.000 Einfamilienhäusern entspricht“, sagt Philipp Schröder, CEO und Mitgründer von 1KOMMA5°. Auf EU-Ebene gibt es bereits eine Absage an diese Art von Förderung.

Zahlreiche Unternehmen, darunter Solar-Installateure wie Enpal, Zolar oder EKD, sowie Entwickler von Photovoltaik-Freiflächenanlagen und auch deutsche Hardware-Produzenten kritisieren ebenfalls die BSW-Pläne zum „Produktionsbonus”. In der Kritik stehen neben steigender Bürokratie vor allem die hohen Kosten für die Allgemeinheit, die zusätzlich zu bereits bestehenden Steuerbefreiungen, Subventionen und Resilienz-Maßnahmen der EU entstehen würden. 

„1KOMMA5° möchte nicht Teil eines rückwärtsgewandten Verbandes sein, der aus unserer Sicht auf Kosten der Steuerzahler und des Industriestandortes Klientelpolitik für wenige Mitglieder betreibt. Die Branche braucht weniger Subventionen, nicht mehr”, ergänzt Schröder.

Der Vorschlag des „Produktionsbonus” ist so strukturiert, dass Wettbewerb und Innovation systematisch erschwert werden würden. „Dieser Bonus würde die Ansiedlung neuer Modul-Produzenten behindern, wenn diese beispielsweise noch auf einzelne Teile entlang der Wertschöpfung außerhalb Europas angewiesen sind. Die gesamte Wertschöpfungskette aus dem Stand abzubilden, ist für neue Produzenten in Europa faktisch und praktisch unmöglich. Der Bonus würde den Wettbewerb damit erheblich verzerren, da potenzielle neue europäische Modul-Produzenten in Konkurrenz mit einzelnen stark geförderten Anbietern stünden“, sagt Schröder. „Auch 1KOMMA5° kann nicht in eine Modulproduktion in Deutschland investieren, wenn man während der Hochlaufphase bei Endkunden-Förderungen gegenüber dem Wettbewerb benachteiligt wird.”

Die Pläne zum „Produktionsbonus” stellen damit auch den geplanten Bau einer Solarmodul-Produktion von 1KOMMA5° in den neuen Bundesländern mit bis zu 1.000 Arbeitsplätzen in Frage. Geplant war dort eine Modul-Fertigung mit dem Grundstoff Polysilizium aus Deutschland, allerdings unter Rückgriff auf Komponenten der internationalen Wertschöpfungskette. Der vom BSW geforderte „Produktionsbonus” zielt allerdings prozentual vor allem auf die Förderung einer kombinierten lokalen Zell-, Ingot- und Waferproduktion ab. Diese Komponenten gibt es wiederum in Europa zurzeit nicht in ausreichender Menge, um neue Fertigungen zu beliefern. Damit wären die Pläne hinfällig.

Pressebilder stehen online unter 1k5.link/press-kit zum Download bereit. 

Über 1KOMMA5° 

1KOMMA5° betreibt die Energie-Software-Plattform „Heartbeat“ und schafft so ein virtuelles Kraftwerk, das Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpen und Ladesäulen der Kunden mit dem Energiemarkt vernetzt und die Rentabilität der Kundenanlagen deutlich erhöht. Das Unternehmen bietet Privat- und Gewerbekunden zudem einen One-Stop-Shop für den Kauf und die Installation individueller und intelligenter Energie-Systemlösungen. Um das internationale Wachstum zu beschleunigen, erwirbt das CleanTech-Startup führende Unternehmen der Elektrobranche mit den Schwerpunkten Photovoltaik, Ladeinfrastruktur sowie Wärmepumpen und bietet den Betrieben im Gegenzug die Nutzung der eigenen Softwarelösungen, zentrale Dienstleistungen, gebündelten Einkauf, Wachstumskapital und eine Rückbeteiligung an 1KOMMA5° an. Ziel ist es, eine europaweit marktführende Hard- und Softwareplattform zu entwickeln, die in der Lage ist, 500.000 Gebäude pro Jahr auf klimaneutrale Stromerzeugung, Wärme und Mobilität umzustellen. Derzeit betreibt 1KOMMA5° 72 Standorte mit rund 1.900 Mitarbeitern in Deutschland, Schweden, Finnland, Dänemark, Spanien, den Niederlanden und Australien.

Presse Kontakt: Christian Scheckenbach
Head of PR & Communications

Pressekontakt : Christian Günthner

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