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Solarpark: Was ist ein EZA-Regler?

EZA-Regler bzw. Parkregler sind speziell für große PV-Anlagen entwickelt worden. Sie sorgen dafür, dass die erzeugte Energie netzkonform eingespeist wird. Kurz gesagt, ein EZA-Regler passt auf, dass die Netzstabilität nicht gefährdet wird, wenn zu viel regenerative Energie erzeugt wird. Was genau dahintersteckt und welche Mindestanforderungen an einen EZA gestellt werden, erfährst du in diesem Artikel.
Autor
Eva Goldschald
Aktualisiert am
Lesezeit
2 min

Das versteht man unter einem EZA-Regler

EZA bedeutet Erzeugungsanlage. Damit ist im Bereich erneuerbare Energien zum Beispiel deine komplette Solaranlage oder dein Windrad gemeint. Ein Erzeugungsanlagen-Regler (EZA Regler) reguliert und steuert das netzkonforme Einspeisemanagement der Erzeugungsanlage am Netzanschlusspunkt (NAP). Dazu zählt die Wirkungsleistungseinspeisung, also das was du tatsächlich verbrauchen darfst, sowie auch die Blindleistung einer Anlage. Diese Blindleistung pendelt nur hin und her, du kannst sie aber nicht verbrauchen. Im Grunde kann man also sagen, ein EZA Regler ist gleichzeitig Gaspedal und Bremse der Netzbetreiber.

Ein EZA Regler arbeitet nach bestimmten Vorgaben des Netzbetreibers, die statistisch im Voraus berechnet werden  und immer wieder an einem Regelpunkt veränderbar sind.

So kann das Netz zwar nicht dynamisch gestützt werden, jedoch wird so die statische Spannungshaltung ermöglicht.

Was genau macht ein EZA-Regler und wann ist er notwendig?

Du benötigst für deine Anlage einen EZA-Regler, wenn diese größer ist als 135 kW. Diese Zahl ist in der technischen Richtlinie der Fördergesellschaft Wind definiert. In dieser Größendimension handelt es sich allerdings meist um Solarparks oder Anlagen auf großen Gewerbeflächen. Schließlich wären 135 kW etwa 340 Solarmodule. Der EZA-Regler ist via Datenverbindung mit dem Netzbetreiber und den Erzeugungseinheiten (EZH) verbunden. Erzeugungseinheit bedeutet in dem Fall die Einheit, die Strom erzeugt, also Solarmodule oder Windrad.

Der Begriff EZA umfasst hingegen die gesamte Anlage mit allen restlichen Komponenten inklusive Speicher, Kabel und Co. Der Regler wird  immer direkt am Netzanschlusspunkt in der Stromübergabestation installiert. Dort sorgt dieser dafür, dass die Anforderungen des Netzbetreibers am Netzverknüpfungspunkt erfüllt werden. Vergleicht man das mit einem Auto, wäre der EZA-Regler das Gaspedal, das dem Motor sagt, wie viel Leistung dieser  erbringen muss, um die maximale Geschwindigkeit zu erreichen.

Mit dieser Information kann der Regler die geforderte Leistung am Netzverknüpfungspunkt des Netzbetreibers einstellen. In der Steuerung werden die Leistungsvorgaben ermittelt und über einen Datenbus an die einzelnen Einheiten übertragen. Wird also beispielsweise zu viel Energie erzeugt, können Befehle an den EZA-Regler versendet werden. Anschließend sorgt dieser dafür, dass das Netz stabil bleibt.

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Richtlinien und Mindestanforderungen an den EZA Regler

Die oben bereits erwähnten technischen Anwendungsrichtlinien (TAR), aus denen sich der Begriff EZA-Regler ergeben hat, sind nichts anderes als VDE Normen. Das sind allgemein gültige Richtlinien, die auf dem aktuellen Stand der Technik basieren. Seit Mitte 2019 gelten diese Regeln verpflichtend für den Netzanschluss an die verschiedenen Netzebenen. Folgende Mindestanforderungen werden an den EZA Regler gestellt

  • Unterbrechungsfreie Stromversorgung

  • Technische Beschreibung

  • Herstellererklärung

  • Komponentenzertifikat oder Prototypenbestätigung

  • Wirkleistungsgradient für Netzsicherheitsmanagement und Sollwertvorgaben durch Dritte

  • Wirkleistungsgradient nach Spannungslosigkeit

  • Priorisierung der Netzbetreibervorgaben vor den Sollwertvorgaben durch Dritte

  • Verriegelung der Wiederzuschaltung

  • Umsetzung der Blindleistungsvorgaben

  • Schnittstelle zu

    • Erzeugungseinheit oder Unterlagertem Regler

    • Netzbetreiber

    • Direktvermarkter

    • Externen Komponenten wie Kompensationsanlage oder Speicher

EZA Regler und Smart Meter - Stromzähler der Zukunft

Während jetzt bereits EZA-Regler für große Power Plants verbaut werden, kommt bald die Smart Meter Pflicht auf Privathaushalte zu. Smart Meter sind die Stromzähler der Zukunft. Als intelligente Messsysteme bieten sie einen besseren und schnelleren Überblick über den Stromverbrauch als herkömmliche Zähler, die manuell abgelesen werden müssen. Man kann damit den Strom analysieren und steuern. Das hilft dabei, den erzeugten Strom besser zu nutzen und den Stromfluss optimal zu steuern.

Am 20. April diesen Jahres beschloss der Bundestag, dass deutschlandweit bis 2030 ein sogenannter Smart Meter Rollout vollzogen werden muss. Das bedeutet: Bis zu diesem Zeitpunkt sollen alle Haushalte mit einem Stromverbrauch von über 6.000 kWh oder einer PV-Anlage mit über sieben kWh mit Smart Metern ausgestattet sein. Ab 2025 ist der Einbau verpflichtend. Das hat Vorteile für Verbrauchende.

Der 1KOMMA5° Smart Meter Rollout verspricht eine effiziente Installation von iMSys und bietet unseren Kundinnen und Kunden zahlreiche Vorteile. Die direkte Integration ermöglicht einen schnellen Zugang zur Nutzung von eigenem PV-Strom und Flexibilität bei der Nutzung dynamischer Stromprodukte. So ist es möglich, dass Strom dann bezogen wird, wenn er am günstigsten ist. 

Erfahre in einem weiteren Artikel mehr über den Smart-Meter-Rollout von 1KOMMA5° und wie du damit Geld sparen kannst.

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FAQ

Hast du noch Fragen?

Solltest du noch Fragen haben oder dir ein persönliches Gespräch wünschen, melde dich gerne über unser Kontaktformular bei uns.

Wie könnten zukünftige Entwicklungen in der Technologie die Verbreitung von EZA-Reglern in Privathaushalten beeinflussen?

Mit zunehmender technologischer Entwicklung könnten Miniaturisierung und Kostensenkungen dazu führen, dass EZA-Regler auch für Privathaushalte erschwinglich werden. Dies würde dazu beitragen, den Energieverbrauch noch effizienter zu gestalten.

Wie könnten EZA-Regler und Smart Meter Pflicht gemeinsam den Strommarkt positiv beeinflussen?

Die Kombination von EZA-Reglern in Industrieanlagen und Smart Metern in Privathaushalten ermöglicht es, den Energieverbrauch insgesamt flexibler an die Nachfrage anzupassen. Dies unterstützt die Energiewende und fördert erneuerbare Energien.

Welche Auswirkungen hat die Smart Meter Pflicht für Privathaushalte?

Die Smart Meter Pflicht bietet Privathaushalten die Möglichkeit, ihren Energieverbrauch genauer zu überwachen, Tarife besser zu nutzen und ihren Beitrag zur Energieeffizienz zu leisten.

Was sind EZA-Regler und welche Rolle spielen sie im Strommarkt?

EZA-Regler, kurz für Einspeise-, Ziel- und Abregelungsregler, sind wichtige Instrumente zur Steuerung der Stromerzeugung und -verteilung, besonders im gewerblichen und industriellen Bereich.

Warum sind EZA-Regler für den Strommarkt relevant, obwohl sie in Privathaushalten weniger üblich sind?

EZA-Regler sind in größeren Stromnetzen und Industrieanlagen notwendig, um die Stabilität und Effizienz der Stromversorgung sicherzustellen. Ihre Bedeutung liegt in der Optimierung von Energieflüssen und der Vermeidung von Überlastungen.

Wie hängt die geplante Smart Meter Pflicht mit EZA-Reglern zusammen?

Die geplante Smart Meter Pflicht für Privathaushalte wird ähnliche Ziele wie EZA-Regler verfolgen: die intelligente Steuerung des Energieverbrauchs, die Anpassung an Schwankungen im Stromnetz und die Förderung der Energieeffizienz.

Welche Vorteile bringen EZA-Regler für industrielle Anlagen und den Strommarkt insgesamt?

EZA-Regler ermöglichen es Industrieanlagen, ihre Stromerzeugung und -verbrauch zu optimieren, um Kosten zu senken und das Netz zu entlasten. Sie tragen zur Stabilisierung des Strommarktes bei.