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Finde den richtigen Stromspeicher für deinen Bedarf

Immer beliebter werden Photovoltaik-Anlagen, um den eigenen Strombedarf zu decken und dabei auch noch die Umwelt zu schonen. Doch was passiert, wenn die Sonne nicht scheint und man den Strombedarf trotzdem decken muss? Eine mögliche Lösung dafür ist ein Stromspeicher für den selbst produzierten Solarstrom.
Aktualisiert am
Lesezeit
8 min

Was ist ein PV-Stromspeicher?

Ein PV-Stromspeicher ist im Grunde genommen eine Batterie, die den von deiner Photovoltaik-Anlage erzeugten Strom speichert. Wenn deine Solarpanels mehr Strom erzeugen, als du gerade verbrauchst, wird der überschüssige Strom normalerweise ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Mit einem PV-Stromspeicher kannst du diesen überschüssigen Strom jedoch speichern und später verwenden, wenn du mehr Strom benötigst, als deine Solaranlage gerade produziert.

Vorteile von PV-Stromspeichern

Ein PV-Stromspeicher kann viele Vorteile für dein Zuhause bieten. Indem du den selbst erzeugten Strom direkt nutzt, reduzierst du deine Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz und senkst nicht nur deine Stromrechnung, sondern leistest auch einen Beitrag zum Klimaschutz.

Illustration: PV Stromspeicher Einspeisung Eigenverbrauch

Der erzeugte Solarstrom der PV-Anlage kann in einem Energiespeicher zwischengespeichert werden bis der Verbraucher diesen benötigt

Aktuell kann Strom aus einer Photovoltaikanlage bereits für 9 Cent pro Kilowattstunde produziert werden, während eine Kilowattstunde aus dem Netz etwa 42 Cent kostet. Das bedeutet, dass durch eine Photovoltaikanlage 30-34 Cent pro Kilowattstunde gespart werden können.

Normalerweise kann bei einer Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus etwa 30% des erzeugten Solarstroms selbst genutzt werden, während die restlichen 70% ins Netz eingespeist werden. Mit einem Stromspeicher kann der Eigenverbrauch jedoch auf 50%-80% erhöht werden.

Diagram: Photovoltaik Netzstrombezug

Verschiedene Energiesysteme in Kombination, Netzbezug in %

Eine Photovoltaikanlage produziert Strom, wenn die Sonne scheint, insbesondere zur Mittagszeit. Allerdings verbrauchst du vor allem morgens und abends Strom. Ohne einen Stromspeicher wird der während der Mittagszeit erzeugte Solarstrom oft ins Stromnetz eingespeist und kann nicht für den eigenen Bedarf genutzt werden. 

Das bedeutet, dass man trotz der Installation einer Photovoltaikanlage immer noch von einem Stromversorger abhängig ist, um den Strombedarf zu decken, wenn die Sonne nicht scheint oder nicht genug Strom produziert. Ein Stromspeicher hingegen ermöglicht es, den tagsüber erzeugten Solarstrom zu speichern und später bei Bedarf zu nutzen, wodurch der Bedarf an Strom aus dem Netz reduziert wird und die Unabhängigkeit von einem Stromversorger erhöht wird.

Stromverbrauch über den Tag hinweg mit Pv

PV- Stromerzeugung in blau, Stromverbrauch in lila

Faktoren bei der Auswahl von PV-Stromspeichern

Die Auswahl des richtigen PV-Stromspeichers hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einer der wichtigsten Faktoren ist die Kapazität des Speichers. Diese sollte an den eigenen Bedarf angepasst sein, um möglichst viel des produzierten Stroms selbst nutzen zu können. Es ist jedoch auch wichtig zu beachten, dass eine höhere Kapazität in der Regel mit höheren Kosten verbunden ist.

Beispielrechnung zur Kapazität eines Stromspeichers bei einem Verbrauch eines Haushalts von 4 Personen:

Stromverbrauch bei einem Haushalt von 4 Personen4.000 kWh pro Jahr (Das entspricht ca. 11 kWh täglich)
PV-Anlage mit einer Leistung von 5 kWp 4.500 kWh pro Jahr (Das entspricht ca. 12 kWh täglich)
StromspeicherSpeicherkapazität von 10 kWh (Das entspricht einer Speicherkapazität von 80% des produzierten Stroms)
ERGEBNISDer Haushalt könnte täglich etwa 9,6 kWh selbst nutzen. Der überschüssige Strom wird ins Netz eingespeist.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Entladetiefe des Speichers. Diese gibt an, wie viel Prozent der gespeicherten Energie tatsächlich entnommen werden können, bevor der Speicher wieder aufgeladen werden muss. Je höher die Entladetiefe, desto effizienter kann der Stromspeicher genutzt werden. Dabei haben Blei-Akkus eine zulässige Entladetiefe von nur etwa 50%, während Lithium-Ion-Akkus eine deutlich höhere Entladetiefe von etwa 95% und mehr haben. 

Die Garantiezeit des PV-Stromspeichers ist ein weiterer wichtiger Faktor bei der Auswahl. In der Regel beträgt die Garantiezeit zwischen 5 und 10 Jahren. Es ist empfehlenswert, auf eine möglichst lange Garantiezeit zu achten, um sich gegen mögliche Defekte oder Probleme abzusichern.

Schließlich spielt auch die Integration des PV-Stromspeichers mit dem bestehenden PV-System eine wichtige Rolle. Hier ist es wichtig zu prüfen, ob der Stromspeicher mit dem bestehenden Wechselrichter kompatibel ist und ob gegebenenfalls weitere Komponenten wie ein Batteriemanagementsystem benötigt werden.

Welche Batterietypen eignen sich für PV-Stromspeicher?

Es gibt verschiedene Arten von Batterien, die für die Speicherung von PV-Strom verwendet werden können, wie Blei-Säure-, Lithium-Ionen- und Redox-Flow-Batterien. Jeder Batterietyp hat unterschiedliche Vor- und Nachteile, die bei der Auswahl berücksichtigt werden müssen.

Vorteile von Lithium-Ionen Akkus bei PV-Stromspeichern

  • Hohe Energiedichte: Lithium-Ionen Akkus haben eine hohe Energiedichte, was bedeutet, dass sie mehr Energie speichern können als andere Arten von Batterien. Dies ist besonders wichtig bei PV-Stromspeichern, da sie in der Lage sind, eine größere Menge an Strom zu speichern und somit die maximale Ausnutzung von Solarenergie zu gewährleisten.

  • Lange Lebensdauer: Lithium-Ionen Akkus haben eine längere Lebensdauer als andere Arten von Batterien. Dies bedeutet, dass sie über einen längeren Zeitraum hinweg effektiv und effizient genutzt werden können, was zu einer höheren Gesamtleistung führt.

  • Schnelle Ladezeit: Lithium-Ionen Akkus haben eine schnelle Ladezeit, was bedeutet, dass sie schnell aufgeladen werden können und somit schnell wieder einsatzbereit sind. Dies ist besonders wichtig bei PV-Stromspeichern, da sie in der Lage sein müssen, schnell auf Veränderungen in der Stromerzeugung zu reagieren.

  • Geringe Wartungskosten: Lithium-Ionen Akkus erfordern im Vergleich zu anderen Arten von Batterien nur sehr wenig Wartung. Sie müssen nicht regelmäßig aufgefüllt oder ausgetauscht werden, was zu geringeren Wartungskosten führt.

Arten von PV-Stromspeichern

Was ist ein AC-Stromspeicher?

Ein AC-Stromspeicher wird auch als Wechselstrom-Stromspeicher bezeichnet. Wie der Name schon sagt, wird die Batterie des Stromspeichers an das Wechselstromnetz angeschlossen. Hier wird der Wechselstrom, der von der PV-Anlage erzeugt wird, durch den Wechselrichter des Stromspeichers in Gleichstrom umgewandelt und dann in der Batterie gespeichert. Wenn der Stromspeicher Energie an das Stromnetz abgibt, wird der Gleichstrom vom Wechselrichter zurück in Wechselstrom umgewandelt, bevor er in das Hausnetzt eingespeist wird.

Was ist ein DC-Stromspeicher?

Ein DC-Stromspeicher wird auch als Gleichstrom-Stromspeicher bezeichnet. Die Batterie des Stromspeichers ist direkt an den Gleichstromkreislauf der PV-Anlage angeschlossen. Der Wechselrichter wird nur verwendet, um den von der PV-Anlage erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln, wenn der Strom in das Netz eingespeist wird. Wenn der Stromspeicher Energie an das Stromnetz abgibt, wird der Gleichstrom direkt aus der Batterie in Wechselstrom umgewandelt und ins Hausnetz eingespeist.

Betriebskosten von PV-Stromspeichern

Die Kosten von PV-Stromspeichern sind für viele Hausbesitzende ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für oder gegen einen Stromspeicher. Die Kosten für einen PV-Stromspeicher setzen sich aus den Investitions- und Betriebskosten zusammen. Die Investitionskosten für einen Stromspeicher hängen von der Größe des Speichers und der verwendeten Technologie ab. 

Die Einsparungen durch den Eigenverbrauch können die Investitionskosten für einen PV-Stromspeicher jedoch schnell amortisieren. Durch den Einsatz eines Stromspeichers kann der Eigenverbrauch des selbst produzierten Solarstroms erhöht werden. Dadurch muss weniger Strom aus dem Netz bezogen werden, was wiederum zu Einsparungen bei den Stromkosten führt. Die Höhe der Einsparungen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe des PV-Systems, dem Stromverbrauch und den Stromkosten.

Die Amortisationszeit für einen PV-Stromspeicher hängt von der Größe des Speichers und den Einsparungen durch den Eigenverbrauch ab. In der Regel liegt die Amortisationszeit für einen PV-Stromspeicher zwischen 5 und 10 Jahren. In einigen Fällen kann die Amortisationszeit jedoch kürzer oder länger sein, abhängig von den individuellen Gegebenheiten vor Ort.

Installation von Photovoltaik Stromspeichern

Die Installation des Stromspeichers sollte immer von erfahrenen und qualifizierten Installateuren durchgeführt werden, um Fehler und Gefahren zu vermeiden. Der Stromspeicher muss anschließend mit der Solaranlage und dem Hausnetz verbunden werden.

  • Größe: Zunächst sollte die Größe des Speichers berechnet werden. Diese hängt von der Größe der Solaranlage und dem eigenen Strombedarf ab. Ist die passende Größe ermittelt, kann der passende Speicher ausgewählt werden. Es gibt verschiedene Arten von Stromspeichern auf dem Markt, die je nach Bedarf ausgewählt werden können.

  • Standort: Der Standort der PV-Anlage und des Stromspeichers ist ein wichtiger Faktor, der bei der Installation berücksichtigt werden muss. Die Anlage sollte so ausgerichtet sein, dass sie genügend Sonnenlicht einfängt, um eine maximale Energieerzeugung zu ermöglichen. Außerdem sollte der Speicherplatz in einem kühlen und trockenen Bereich platziert werden, um die Lebensdauer der Batterien zu erhöhen.

  • Sicherheit: Um die Sicherheit des Stromspeichers zu gewährleisten, sollten entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, wie zum Beispiel Brandschutzmaßnahmen und Überwachungssysteme. Wenn alle diese Schritte befolgt werden, steht der erfolgreichen Installation eines Photovoltaik Stromspeichers nichts im Wege.

    Wartung und Betrieb von Photovoltaik Stromspeichern

    Damit der Photovoltaik Stromspeicher effektiv und effizient arbeiten kann, ist eine regelmäßige Wartung und Kontrolle notwendig. 

    Hierzu gehört auch die Überprüfung der Elektronik und der Verkabelung. Falls du bereits über eine Solaranlage verfügst, kann dein Stromspeicher bei der Wartung ebenfalls überprüft werden. Das Wartungsintervall für Solaranlagen liegt bei etwa zwei Jahren. Bei einer professionellen PV-Wartung werden zusätzlich auch die Module, das Montagesystem, der Wechselrichter und der Zähler überprüft. 

    Sollten Probleme auftreten, sollten diese umgehend behoben werden, um Schäden und Störungen im durchgehenden Betrieb zu vermeiden. Hierbei ist es wichtig, erfahrene Installateure zu Rate zu ziehen, um sicherzustellen, dass der Stromspeicher fachgerecht repariert wird.

    Zukunftsaussichten von Photovoltaik Stromspeichern

    Die Technologie der Photovoltaik Stromspeicher wird sich in Zukunft voraussichtlich weiterentwickeln und die Energiewirtschaft in folgenden Bereichen beeinflussen:

    1. Netzstabilität: Durch den Einsatz von Stromspeichern kann die Netzstabilität erhöht werden, da somit die Schwankungen im Stromnetz ausgeglichen werden können.

    2. Speicherkapazität: Die Kapazität von Stromspeichern wird voraussichtlich weiter steigen, was die Nutzung erneuerbarer Energien noch attraktiver machen wird.

    3. Kosten: Durch die steigende Nachfrage und Weiterentwicklung der Technologie werden die Kosten für Stromspeicher voraussichtlich weiter sinken, was sie für eine breitere Zielgruppe zugänglicher machen wird

    4. Energieautarkie: Stromspeicher ermöglichen es, unabhängiger von Stromversorgern zu werden. Mit einem zusätzlichen Smart Energy Manager kann die Energie noch effektiver genutzt werden, sodass einzelne Geräte im Haushalt gezielt angesteuert werden können.

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